Glossar

Das Glossar enthält Fachbegriffe und Stichworte aus dem Bereich der Automatisierungstechnik. Zur Suche eines Begriffes empfehlen wir die Verwendung der browsereigenen Suche mit dem Shortcut Strg + F bzw. Cmd + F.

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A

abtastgenau: Abtastung, also die Registrierung von Messwerten, nach einem festgelegten Zeitintervall. An welcher Stelle sich das SPS-Programm befindet, spielt hierbei keine Rolle. Alternativ dazu kann die Abtastung auch zyklusgenau ausgeführt werden.

Abtastung: In der Signalverarbeitung werden Messwerte ausgelesen. Das Registrieren oder Auslesen wird als Abtasten bezeichnet. Diese Abtastung erfolgt zu einem fest definierten Zeitpunkt. Dabei gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen des Abtastens, das abtastgenaue und das zyklusgenaue Auslesen.

ACCON: Akronym für Access Control, d.h. Zugriff auf die Steuerung bzw. zugreifen und steuern.

Adapter: Stück Hardware zur Anpassung einer Verbindung, z.B. anderer Stecker und/oder Signalumwandlung. Bei Software heißt dies Wrapper.

ALS: Abkürzung für Arburg-Leitrechnersystem

Arburg-Leitrechnersystem: Modulares Produktionsmanagementsystem der Firma Arburg für die Spritzgießproduktion

Arburg-Leitsystem: Häufig verwendete Kurzform für Arburg-Leitrechnersystem

AS: Abkürzung für Ablaufsprache, einer grafischen Sprache zur Programmierung von SPSen, die auf Petri-Netzen basiert. Auf englisch wird diese als SFC bezeichnet.

Automation: Englischsprachiger Begriff für Automatisierung. Bei der Nutzung als deutschem Begriff oft synonym verwendet für Automatisierung. Eine andere Definition versteht hierunter die Verwendung von Automaten (Maschinen), die selbsttätig einen Arbeitsablauf ausführen können.

Automatisierung: Selbsttätiges Arbeiten eines Systems, i.d.R. von Automaten, zur effizienteren Erreichung eines Ziels, wie z.B. Gefahrenminimierung, Effizienzsteigerung, Ausschussverminderung. Die Hauptbestandteile sind messen, steuern und regeln.

Automatisierungstechnik: Teilgebiet der Ingenieurswissenschaften, das sich mit der Automatisierung befasst, d.h. es geht um Technik, die bei der Automatisierung hilft bzw. diese unterstützt. Die Automatisierungstechnik betrifft v.a. die Gebiete Anlagenbau, Elektrotechnik und Maschinenbau.

AWL: Abkürzung für Anweisungsliste. AWL ist eine Darstellungsform bzw. eine Sprache zur Programmierung von SPS-Programmen, deren Darstellung an Assembler angelehnt ist. Der englischsprachige Begriff hierfür ist Instruction List (IL) oder Statement List (STL).

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B

Backup: Datensicherung zur Vermeidung eines Datenverlustes. Das Backup kann im Falle eines Datenverlustes wieder auf das Produktivsystem zurückgespielt werden (Restore bzw. Rücksicherung) und das System/der Benutzer kann so mit dem zuvor gesicherten Datenstand weiterarbeiten. Backups werden auf deutsch auch als Sicherungen bezeichnet.

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C

Controller: englischsprachige Bezeichnung für Steuerung

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F

FBS: Abkürzung für Funktionsbausteinsprache, eine neuere Bezeichnung für die SPS-Programmiersprache Funktionsplan (FUP).

FBD: Englischsprachige Abkürzung für Function Block Diagram, eine grafisch orientierte Sprache zur Erstellung von SPS-Programmen. Auf deutsch wird diese als Funktionsplan (FUP) oder als Funktionsbausteinsprache (FBS) bezeichnet.

Fernsteuerung: Einflussnahme auf und Steuerung von Maschinen, Geräten und anderen Einrichtungen aus der Ferne

Fernwartung: Zugriff aus der Ferne auf IT-Systeme zu Wartungs- oder Reparaturzwecken, d.h. man ist nicht direkt vor Ort, sondern greift z.B. über eine VPN-Verbindung auf das entsprechende IT-System zu (Fernzugriff).

Fernzugriff: Zugriff aus der Ferne auf IT-Systeme, häufig zur Hilfestellung Dritter oder zu Fernwartungszwecken. Dies kann beispielsweise die direkte Steuerung eines entfernten PCs über Remote Desktop sein.

FUP: Abkürzung für Funktionsplan. FUP ist eine grafisch orientierte Sprache zur Erstellung von SPS-Programmen. Eine neuere Bezeichnung lautet Funktionsbausteinsprache, kurz FBS. Auf englisch wird FUP Function Block Diagram (FBD) genannt.

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I

IIoT: Abkürzung für Industrial Internet of Things. Dies ist die englischsprachige Bezeichnung für Industrie 4.0.

Industrie 4.0: Deutschsprachige Bezeichnung für Industrial Internet of Things (IIoT). Hierbei geht es um die Digitalisierung der industriellen Produktion durch intelligente Vernetzung durch die gesamte Wertschöpfungskette hindurch. Durch die Verwendung einer für Softwareprodukte typischen Versionsnummer 4.0 soll angezeigt werden, dass es sich hierbei um die vierte industrielle Revolution handelt.

Interface: Englischsprachige Bezeichnung für Schnittstelle

Internet der Dinge (IdD): Manchmal auch als Allesnetz bezeichnet; auf englisch Internet of Things. Das IdD verbindet die virtuelle Welt und physische Objekte. Im Alltagsleben werden Geräte, die dies unterstützen häufig mit dem Adjektiv smart bzw. intelligent ergänzt, z.B. der smarte Kühlschrank oder der intelligente Toaster. Im industriellen Umfeld wird das IdD als IIoT (Industrial Internet of Things) bzw. als Industrie 4.0 bezeichnet.

IoT: Englischsprachige Abkürzung für Internet of Things, auf deutsch auch als Internet der Dinge bezeichnet.

IL: Englischsprachige Abkürzung für Instruction List. Darstellungsform zur Programmierung von SPSen. Eine alternative Bezeichnung hierfür ist STL. Auf deutsch wird diese als AWL bezeichnet.

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K

KOP: Abkürzung für Kontaktplan, einer grafischen Sprache zur Programmierung von SPSen. Die Darstellung ähnelt derjenigen von Stromlaufplänen. Die englischsprachige Bezeichnung lautet Ladder Diagram, abgekürzt LD oder LAD.

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L

LAN: Englischsprachige Abkürzung für Local Area Network, also ein lokales Netwerk.

LD bzw. LAD: Englischsprachige Abkürzung für Ladder Diagram, eine grafische Programmiersprache für SPSen. Auf deutsch wird dies Kontaktplan (KOP) genannt.

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M

M2M: Abkürzung für Machine to Machine-Kommunikation, dem automatisierten Informationsaustausch zwischen Endgeräten

MES: Englischsprachige Abkürzung für Manufacturing Execution System. Die deutschsprachige Bezeichnung hierfür lautet Produktionsmanagementsystem oder Produktionsleitsystem.

messen: Feststellen einer physikalischen Größe, wie beispielsweise Temperatur, Dichte, Druck, Länge.

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P

PG: Abkürzung für Programmiergerät, also ein Gerät zum Progammieren (erstellen und bearbeiten von Programmen). Für die Programmierung von SPSen war dies zu Beginn der Entwicklung meist mobile und robuste Hardware in Koffergröße. Zwischenzeitlich sind dies häufig kleinere Geräte wie Laptops, Tablets oder Handheld-PCs.

PLC: Englischsprachige Abkürzung für Programmable Logic Controller, auf deutsch SPS.

Produktionsleitsystem: Anderer Begriff für Produktionsmanagementsystem

Produktionsmanagementsystem: Prozessnahe Ebene eines mehrschichtigen Fertigungsmanagementsystems. Andere synonyme Bezeichnungen hierfür sind MES und Produktionsleitsystem.

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R

regeln: Zusammenwirken von messen und steuern zur Erreichung eines Soll-Wertes, d.h. es wird ein bestimmter Soll-Wert festgelegt. Anschließend wird dieser durch messen überprüft. Weicht der Ist-Wert vom Soll-Wert ab, so wird entsprechend gesteuert, d.h. es findet eine gezielte Beeinflussung statt. Ein Beispiel für eine Regelung im Alltag ist die Klimaanlage eines Autos, bei der eine Zieltemperatur in Grad eingestellt wird.

Restore: Wiederherstellung eines alten Datenstandes aus einem Backup (Sicherung), auf deutsch auch Rücksicherung

Rücksicherung: Wiederherstellung eines alten Datenstandes aus einer Sicherung (Backup), auf deutsch auch Restore

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S

S5: Steuerungsfamilie von SIMATIC-SPSen des Herstellers Siemens. Die aktuelle Generation von Siemens SIMATIC-SPSen heißt S7.

S7: Steuerungsfamilie von SIMATIC-SPSen des Herstellers Siemens. Hierzu gehören die älteren Serien S7-200, S7-300, S7-400 sowie die neueren S7-1200 und S7-1500. Die Vorgängergeneration der S7-SPSen heißt S5.

Schnittstelle: Eine Schnittstelle ist der Berührungspunkt zwischen zwei verschiedenen Komponenten (Hardware oder Software) zum Austausch von Informationen (Daten bzw. Steuersignale). Auf englisch werden Schnittstellen als Interfaces bezeichnet.

SCL: Englischsprachige Abkürzung für Structured Control Language, eine Form der Programmiersprache ST (Structured Text) für Siemens S7-SPSen

SFC: Englischsprachige Abkürzung für Sequential Function Chart, einer grafischen Sprache zur Programmierung von SPSen, die auf Petri-Netzen basiert. Auf deutsch wird diese als Ablaufsprache (AS) bezeichnet.

Sicherung: Erstellen einer Kopie eines aktuellen Datenstandes, i.d.R. zur Absicherung eines Datenverlustes. Auf englisch wird dies Backup genannt. Das Einspielen bzw. Wiederherstellen eines gesicherten Datenstandes wird Rücksicherung bzw. Restore genannt.

SIMATIC: Produktname der Firma Siemens im Sinne eines gesamten Produktkomplexes bzw. Systems. Hierzu gehören Produkte aus dem Bereich Automatisierungstechnik, Leittechnik und Produktionsleitsystem (MES).

Soft-SPS: auch Software SPS; Alternative zur klassischen Hardware-SPS in Form eines Stücks Software, das die Funktionalität einer physischen SPS nachbildet bzw. deren Aufgaben übernimmt. Ein Beispiel für eine Soft-SPS ist ACCONtrol, welches befehlskonform zu einer Siemens S7-416 ist.

Software Controller: Englischsprachige Bezeichnung für eine Steuerung in Software-Form im Gegensatz zur klassischen Hardware-Steuerung. Ein Beispiel hierfür sind Soft-SPSen.

SPS: Abkürzung für speicherprogrammierbare Steuerung, auf englisch PLC (Programmable Logic Controller). Diese Steuerungen steuern Geräte oder Anlagen. Dabei wird der gewünschte Ablauf mithilfe eines digitalen SPS-Programms festgelegt. Beim Vorgänger der SPS, der sogenannten VPS (verbindungsprogrammierte Steuerung), wurden die Programme durch feste Hardware-Verdrahtung erzeugt.

SPS-Programm: Programm, das den auszuführenden Ablauf einer SPS steuert. Zum Erstellen der Programme wird i.d.R. eine der folgenden Programmiersprachen verwendet: AWL, KOP, FUP bzw. FBS, AS oder ST.

ST: Abkürzung für Strukturierter Text bzw. auf englisch Structured Text, einer textbasierten Pascal-ähnlichen Sprache zur Programmierung von SPSen. Die Siemens-Variante für S7-Steuerungen heißt SCL.

steuern: Beeinflussen einer Stellgröße einer Maschine oder Anlage. Bei binären Stellgrößen kann dies beispielsweise ein oder aus bedeuten. Ein Alltagsbeispiel hierfür ist ein klassischer Heizkörper, bei der der Mensch direkt manuell die Temperatur steuert, indem er den Warmwasserzufluss weiter öffnet oder schließt.

Steuerung: auch Steuereinheit oder Steuergerät, auf englisch Controller; Steuerungen sind i.d.R. elektronische Einheiten, die zum steuern bestimmter Vorgänge verwendet werden. Am häufigsten werden Hardware-Steuerungen eingesetzt. Es gibt allerdings auch reine Software-Steuerungen (siehe Software Controller und Soft-SPS).

STL: Englischsprachige Abkürzung für Statement List, einer Darstellungsform von SPS-Programmen. Der Name STL wird i.d.R. für die Siemens-eigene Darstellungsform verwendet. Eine allgemeinere englischsprachige Bezeichnung lautet Instruction List (IL). Der deutschsprachige Begriff hierfür lautet Anweisungsliste (AWL).

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W

WAN: Abkürzung für Wide Area Network, also im Gegenteil zum LAN (Local Area Network) ein räumlich ausgedehntes Netzwerk. Hierbei kann sich das Netzwerk über Länder oder Kontinente erstrecken. Die Anzahl der Rechner oder auch LANs, die somit vernetzt werden können, ist sehr hoch und durch die Anzahl der maximal möglichen IP-Adressen beschränkt.

Wrapper: Ein Wrapper ist eine Schnittstelle, die eine andere, bereits bestehende Schnittstelle umgibt (vergleichbar mit einem Hardware-Adapter). Dies wird beispielsweise eingesetzt, wenn die originale Schnittstelle in einer anderen Programmiersprache geschrieben ist als derjenigen, die man benötigt. Der Wrapper bildet die Schnittstelle in der benötigten Programmiersprache nach. Intern ruft der Wrapper die originale Schnittstelle auf und wandelt die Ein- und Ausgaben der Funktionsaufrufe passend um.

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Z

Zyklus: SPS-Programme bestehen aus einem Stück Code, das nach Abschluss eines vollständigen Durchgangs erneut ausgeführt wird. Ein einzelner Durchgang bzw. jede einzelne Wiederholung wird Zyklus genannt. Der Code des SPS-Programms wird also wie eine Dauerschleife immer wieder aufs Neue ausgeführt.

zyklusgenau: Abtastung, also die Registrierung von Messwerten, nach jedem einzelnen Zyklus bzw. am Ende eines jeden Durchgangs eines SPS-Programms. Eine alternative Möglichkeit ist die abtastgenaue Auslesung.

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